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Freies Schreiben und Gebärden. Voraussetzungen und Bedingungen des Erwerbs von Schreibkompetenz durch gehörlose KinderIn der Gehörlosenpädagogik ist dem Schreiben bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die verschiedenen lautsprachdidaktischen Konzeptionen weisen ihm lediglich eine untergeordnete Rolle zu: Schreiben ist Auf- und Abschreiben. Wie kann Schreiben auch für gehörlose Kinder eine be- ,mächtigende Fähigkeit werden? Die Autorin zeigt, wie sich bei gehörlosen Kindern durch eine Gebärdenkommunikation von Anfang an Fähigkeiten entwickeln können, die eine notwendige Voraussetzung sind, damit Schreiben für sie bedeutungsvoll sein kann. Beim Anfangsunterricht im Schreiben ist es wichtig, an die vorschulischen Erfahrungen der Kinder anzuknüpfen. Gebärdenkommunikation im Unterricht ermöglicht eine Organisation des Schreibunterrichts im Sinne des Freien Schreibens. So wird Schreiben von Anfang an von den Schülerinnen als ein komplexer Prozeß erlebt, für den sie unterschiedliche Teilhandlungen beherrschen lernen müssen. Sie schreiben Texte, die an andere als Lesetexte gerichtet sind. Die geschriebene Form der deutschen Lautsprache in Syntax und Orthographie richtig zu Papier bringen zu können, ist dabei eine unter anderen Fähigkeiten. Aufgabe der Lehrerin ist es, den Kindern durch Schreib-,Konferenzen bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten zu helfen. Poppendieker, Renate : Freies Schreiben und Gebärden. Voraussetzungen und Bedingungen des Erwerbs von Schreibkompetenz durch gehörlose Kinder. Broschur / Paperback, 260 Seiten, Signum 1992, ISBN 3-927731-30-7. EUR 15,33 |
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